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Staatlich anerkannte Schule für Podologie

Grotstollen

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Qualitätsmanagement in der Podologie-Praxis

Weshalb Qualitätsmanagement?
Mit dem Podologengesetz aus 2001 wurde eine klare Abgrenzung zwischen der medizinischen Fußpflege und der kosmetischen Fußpflege vollzogen. Seitdem erfreut sich der Beruf des Podologen eines großen Interesses an motivierten Absolventinnen und Absolventen der staatlichen Schulen für Podologie. Durch die wirtschaftliche Lage und die Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie durch gezielte staatliche Förderung werden erheblich mehr Podologen ausgebildet. Dies hat zur Folge, dass heute wesentlich mehr Podologen auf den Markt drängen, als noch vor ein paar Jahren. Der Wettbewerbsdruck ist daher angestiegen. In diesem von Konkurrenz geprägten Umfeld kommt der Zufriedenheit des Kunden und dem Ausbau des Kundenkreises durch Qualität und gute Leistung eine erhebliche Bedeutung zu. Gleichzeitig fordern die Kostenträger von den Podologie- Praxen, dass sie Qualitätssicherung betreiben müssen, um ihre Leistungen abrechnen zu können. Qualitätsmanagementsysteme, in anderen Bereichen des Gesundheitswesens seit Jahren etabliert, werden daher Einzug in Podologie- Praxen halten.
Es reicht zukünftig nicht mehr, gut zu sein und gut zu arbeiten, das muss auch nachgewiesen werden, zum Beispiel durch QM-Systeme und Zertifizierungen.

Der Anfang ist gemacht
Im Oktober 2009 wurde nach erfolgter Beratung die erste Podologie- Praxis in NRW nach der DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.
Vier wesentliche Kriterien der DIN EN ISO 9001: 2008 waren dafür ausschlaggebend, dass dieses Qualitätsmanagementsystem und kein anderes für die Podologie- Praxis in Dortmund gewählt wurde.
Das erste zentrale Kriterium ist der starke Bezug der Norm auf die Kundenorientierung. Die Podologie- Praxis ist ein junges Unternehmen, welches sich immer mehr dem Wettbewerb auf dem Markt ausgesetzt sieht. In diesem Umfeld kommt der Zufriedenheit des Kunden und dem Ausbau des Kundenkreises durch Qualität und gute Leistung eine erhebliche Bedeutung zu. Das Überwachen und Messen der Kundenzufriedenheit, sowie das Ausrichten und ständige Verbessern sämtlicher Prozesse des Unternehmens auf die Bedürfnisse der Kunden sind für die Zukunft des Podologen entscheidend.
Das zweite Kriterium ist die Ausrichtung des Qualitätsmanagement auf die Prozesse eines Unternehmens. Sämtliche Tätigkeiten des Podologen sind als Prozesse zu identifizieren, zu beschreiben und zu dokumentieren. Das Denken in Prozessen und das damit verbundene Prozessmanagement sind für eine Podologie- Praxis hervorragend anzuwenden.
Das dritte Kriterium umfasst den Bereich des Managements von Ressourcen. Wirtschaftliches Arbeiten, der Einsatz von motivierten und gut qualifizierten Mitarbeitern, stellen das größte Potenzial für die Unternehmenssicherung dar.
Das vierte Kriterium ist die Erfüllung behördlicher Vorschriften und Vorgaben im Rahmen eines Qualitätsmanagements.
Für die Praxisinhaberinnen und -inhaber ist die Denk- und Arbeitsweise in Qualitätsmanagementkriterien zunächst neu und ungewohnt, mit professioneller Hilfe aber kein unüberwindliches Hindernis.

Änderungsbedarf und Aufwand halten sich in Grenzen
Nach unseren Beobachtungen wird schon im eigenen Interesse in den Praxen mit hoher Qualität professionell gearbeitet. Der erforderliche Anpassungsbedarf ist daher in aller Regel nicht besonders hoch. Während der Vorbereitungsphase auf das Zertifizierungsaudit können alle Bereiche der Podologie- Praxis überprüft und optimiert sowie alle Normenanforderungen umgesetzt werden.
Qualitätsmanagement in der Podologie ist ein sinnvolles Managementinstrument , um Qualität und Kundenorientierung systematisch zu planen, umzusetzen und nachzuweisen. Es hilft somit dem Inhaber und dem Kunden.

Zertifizierung jetzt oder später
Mit der Zertifizierung hat diese Praxis nicht nur einen neuen Standard in der podologischen Versorgung gesetzt und sich nachhaltig am Markt positioniert, sondern auch eine künftige Entwicklung vorweggenommen, auf die die Praxen vorbereitet sein müssen. Zwar sind Auditierung und Zertifizerung noch nicht vorgeschrieben, aber jede Praxis tut gut daran, sich schon jetzt durch ein QM-System darauf vorzubereiten.

Christian Altmann, BA  (c.altmann@bawig-essen.de)
Josef Förster, Betriebswirt, Dipl.-Verwaltungswirt (josef.foerster@beratenderverwaltungswirt.de)
Ralf Grotstollen, Dipl.-Ökonom (r.grotstollen@grotstollen.de)
Michael Malig, BBA (m.malig@bawig-essen.de)